Leben
einzeln und frei
wie ein Baum
und brüderlich wie ein Wald
das ist unsere Sehnsucht
(Nazim Hikmet)

Selbsthilfe - PCOS

Was bedeutet Selbsthilfe?

"Ich wollte endlich mal andere kennenlernen und erfahren ob es ihnen genauso geht wie mir."

​​Selbsthilfe ist zu einer Bewegung geworden, die sich immer mehr und zunehmend stärker ausweitet und in gesellschaftlicher Hinsicht an Bedeutung gewinnt.

Am bekanntesten mögen die Anonymen Alkoholiker sein, die aus einer Bewegung in Amerika entstanden sind und sich zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Deutschland gründeten.

In den letzten 50 Jahren haben sich immer mehr Gruppen zu den unterschiedlichsten Thematiken gefunden und stabilisiert. Mittlerweile existieren zehntausende von Selbsthilfegruppen in Deutschland und über 300 Kontaktstellen in Städten und Regionen, die beim Aufbau von Gruppen helfen. ​​

Warum Selbsthilfe?

"Gemeinsamkeit und Solidarität stärken"

​Anlass für die Gründung einer Gruppe ist in der Regel die eigene Betroffenheit. Der Wunsch nach Austausch und Verständnis führt in der Regel dazu, dass ein/e Betroffen/e aktiv wird und den Aufbau einer Gruppe in die Wege leitet.

Oft ist es so, dass in der Gruppe die Bedürfnisse nach Unterstützung, Solidarität und Vertrauen erfüllt werden können. Einen wichtigen Aspekt bildet auch der Informationsaustausch.

Die Erfahrung, nicht mehr allein zu sein, kann entscheidend zur Verbesserung der persönlichen Lebenssituation und des Wohlbefindens beitragen.​​

Was passiert in solchen Gruppen?

"Vertrauen und Unterstützung"

Selbsthilfe im klassischen Sinne meint, dass alle Teilnehmerinnen gleichberechtigt sind. Die Gruppe hat ein gemeinsames Handeln. In der Regel einigen sich die Teilnehmerinnen der Treffen auf ein Thema, das dann besprochen wird. Es können aber auch Experten eingeladen, Informationsveranstaltungen geplant oder gemeinsam Freizeit gestaltet werden. Eine Gruppe kann sich auch gezielt an die Öffentlichkeit wenden, um auf Ihre Problematik aufmerksam zu machen.


Für die Treffen der Gruppe ist es wichtig, sich an bestimmte Regeln zu halten:​​​​​

  • Vertraulichkeit
  • Zuhören und Ausreden lassen
  • Selbstverantwortlichkeit
  • Konflikte werden offen angesprochen.

Wer macht mit?

"Jede, die Interesse hat."

​​​Es braucht keine besonderen schwerwiegenden Probleme, um teilzunehmen. Allein der Wunsch und die Neugierde, andere kennenzulernen, die von der gleichen Krankheit betroffen sind, reicht aus.​

Es ist auch möglich, zunächst auszuprobieren, ob eine Teilnahme überhaupt in Frage kommt.​

Existiert bereits eine Gruppe, so liegt die Entscheidung bei der Gruppe, ob und wie viele neue Frauen aufgenommen werden können. Es ist aber kein Problem, mit Unterstützung der Mitarbeiterinnen des Projektes, entweder eine andere Gruppe in der Umgebung zu finden oder eine neue zu gründen.​​

Konflikte oder Probleme in der Gruppe?

​Sollten einmal Probleme entstehen, die sich nicht alleine in der Gruppe lösen lassen, so können jederzeit die Mitarbeiterinnen des Projektes angesprochen und eine "Krisenintervention" organisiert werden. Manchmal kann eine Klärung durch Hilfe von "außen" sehr viel leichter erfolgen als intern. ​

Medizinische und pädagogische Fragen?

Bei allen Fragen zur Erkrankung können die Ärztinnen eingeladen werden. Das kann in Form einer offenen Fragestunde oder von Vorträgen passieren. Zu pädagogischen Fragen, wie z.B. Gruppendynamik, Kommunikationspädagogik, Konfliktlösung, Entspannungsübungen, u.a. steht die Pädagogin des Projektes zur Verfügung.



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